„Rausch als Risiko und Chance – neue Wege der Suchtprävention"
Klaus Hurrelmann, Universität Bielefeld
Die Ergebnisse der letzten Shell Jugendstudie haben es erneut gezeigt: Die junge Generation heute ist überwiegend konstruktiv auf ihre Zukunft ausgerichtet und durchaus leistungsmotiviert. Zugleich nimmt sie große Unsicherheiten bei ihrer Zukunftsgestaltung wahr und entwickelt nicht unberechtigte Zukunftsängste. Aus dieser Konstellation ergibt sich ein sehr hoher unterschwelliger psychischer Druck, der zu Belastungen führen kann. Ein Ausweg im Sinne eines entlastenden „Druckventils“ ist der Konsum von psychoaktiven Substanzen. Es werden aus den letzten vorliegenden vergleichenden Studien der Health Behaviour in School Children-Studie unter Koordination der Weltgesundheitsorganisation die jüngsten Daten zum Vorkommen von unkontrolliertem rauschhaften Drogenkonsum vor allem auch bei der Droge Alkohol vorgestellt.
Im zweiten Teil des Referates werden konzeptionelle Überlegungen angestellt, wie auf die veränderte Ausgangssituation bei der Suche nach Entspannung über Rauschzustände mit präventiven Ansätzen vorzugehen ist. Die neueren Ansätze bauen in der Regel auf bewährten Konzeptionen auf und versuchen, die veränderte Ausgangslage zu berücksichtigen. Erste Erfahrungen mit entsprechenden Programmen werden erörtert.
