Mentorstiftung Universitätsklinikum Heidelberg Universität Bielefeld
Internationaler Fachkongress 2007
 
 

Praxis im Forum 1

 

Erlebnistherapie und Ritualarbeit in der stationären Entzugsbehandlung für Jugendliche
von Ulrike Amann, Alwin Pütsch

Jugend-Drogenentzugsstation clean.kick

Die Jugend-Drogenentzugsstation clean.kick wurde vor 5 Jahren am Zentrum für Psychiatrie Weissenau in Ravensburg eröffnet und ist bisher das einzige derartige Angebot in Baden-Württemberg. Ziel ist eine Frühintervention bei Drogen konsumierenden, häufig auch komorbid belasteten Jugendlichen. In diesem Sinne ist clean.kick als Maßnahme der Sekundär- und Tertiärprävention zu sehen.

Erlebnistherapeutische Angebote und Ritualarbeit sind ein fester Bestandteil unseres multimodalen Behandlungsprogramms. Sie sind fest im Wochenplan verankert und finden zusätzlich auch als mehrtägige Projekte statt. Im Workshop werden wir Konzept und Behandlungsansätze unserer Station vorstellen. Exemplarisch wird auf das „Krieger-Projekt“, ein regelmäßig stattfindendes mehrtägiges Projekt in der Natur mit Ritualen, die Initiationscharakter haben, näher eingegangen werden.

 

www.cleankick.de

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Ulrike Amann

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Drogen zwischen Abstinenz und Abhängigkeit: Zur Messung des Gebrauchskontinuums bei illegalen psychoaktiven Substanzen

von Corina Raab und Jan Weinhold (RISA)

 


Auf der Basis kognitiv-behavioraler Theorien wurde ein diagnostisches Inventar (IRP) entwickelt, das den Wissenstand und das Risikoverhalten beim Gebrauch illegaler psychoaktiver Substanzen (Cannabis, Amphetamine, Ecstasy, Halluzinogene und Kokain) erfasst.
Das Inventar wurde als internet-basierte Erhebung an einer Stichprobe von 2400 Versuchsteilnehmern erprobt. Theoretischer Hintergrund, Ergebnisse und präventionsrelevante Aspekte im Sinne von Harm-Reduction werden vorgestellt.

Dipl.-Psych. Corina Raab

  • geb. 1978
  • Studium der Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Diplom 2007)
  • In ihrer Diplomarbeit entwickelte sie ein Diagnostik-Inventar zur Erfassung von kognitiv-behavioralen   Risiko- und Protektivfaktoren beim Gebrauch illegaler psychoaktiver Substanzen (IRP) für Primär- und Sekundärprävention
  • Interessenschwerpunkte: Weiterentwicklung des Inventars, Internet als Forschungsinstrument


Dipl.-Psych. Jan Weinhold

  • geb. 1972
  • Studium der Psychologie an der Humboldt-Universität, Berlin (Diplom 2001)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der RISA-Studie und im SFB 619 „Ritualdynamik“ www.ritualdynamik.uni-hd.de
  • Arbeitsschwerpunkte: Rituale und kontrollierter Gebrauch psychoaktiver Substanzen, Projektleitung IRP, Entwicklung von diagnostischen Instrumenten, Internet als Forschungsinstrument und Anwendungsbereich in der Suchtprävention

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Eine Typologie adoleszenten Umgang mit psychoaktiven Substanzen

von Stephan Gingelmaier (RISA)

 

Mit einem methodenintegrativen Ansatz aus qualitativen und quantitativen Instrumenten möchte er durch längsschnittliche Untersuchungen Entwicklungslinien adoleszenten Umgangs mit psychoaktiven Substanzen beschreiben. Ein besonderes Augenmerk seiner Forschung liegt dabei auf der Bedeutung von ritualisiertem Drogenkonsum. Damit liefert sein Promoti-onsvorhaben entwicklungspsychologische Grundlagen über Zusammenhänge zwischen ado-leszenter Identitätsarbeit und dem Umgang mit psychoaktiven Substanzen - ein wichtiger Ausgangspunkt für die Erstellung einer allgemeinen Typologie des adoleszenten Umgangs mit psychoaktiven Substanzen.

 

 

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Dipl.-Päd. Stephan Gingelmaier ist in den letzten Zügen seiner entwicklungspsychologischen Promotion über „Drogenkonsum im Kontext adoleszenter Identitätsarbeit“ am Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg. Er arbeitet als Sonderschullehrer an einer Schule für Erziehungshilfe.

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HaLT – ein Bundesmodellprojekt zur Frühintervention und Vorbeugung des komatösen Rauschtrinkens bei Jugendlichen

Die Zahl der 12-17-Jährigen in der Bundesrepublik, die aufgrund einer Alkoholintoxikation stationär behandelt werden müssen, hat sich in den letzen Jahren vervielfacht. HaLT wurde im Jahr 2003 als Bundesmodellprojekt von der Villa Schöpflin gemeinsam mit Praktiker/innen aus zehn Präventionseinrichtungen in ganz Deutschland entwickelt. Projektziele sind Hilfen für Jugendliche mit schädlichem Alkoholkonsum und kommunale Präventionsnetzwerke, die Verantwortung und eine Kultur des Hinsehens fördern.

HaLT wird heute in 10 Bundesländern umgesetzt, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit und dem jeweiligen Bundesland.

Dipl. Päd. Sabine Lang stellt das Konzept sowie die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Pilotprojekt in Lörrach vor.

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Sabine Lang (35), Diplompädagogin
Mitarbeiterin der Villa Schöpflin – Zentrum für Suchtprävention (bwlv.)

Seit dreieinhalb Jahren Präventionsfachkraft im Projekt HaLT. Konzeption und Durchführung des Gruppenangebotes „Risiko-Check“, ein Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche mit riskanten Alkoholkonsum. Mitautorin des HaLT-Handbuch für Praktiker/innen in der Alkoholprävention. Seit Beginn des Jahres 2007 Referentin im Bundestransfer HaLT.

Die Villa Schöpflin initiiert (Modell-) Projekte für Kinder und Jugendliche in der Suchtvorbeugung, insbesondere im Bereich der selektiven und indizierten Prävention.

www.blv-suchthilfe.de/villa-schoepflin

 
 
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