Mentorstiftung Universitätsklinikum Heidelberg Universität Bielefeld
Internationaler Fachkongress 2007
 
 

Praxis im Forum 2

www.drugcom.de - Ein Informations- und Beratungsangebot zur Suchtprävention im Internet
Evelin Strüber, BZgA

Das internetbasierte Suchtpräventionsprojekt www.drugcom.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Informationen und anonyme Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene an. Seine Wirksamkeit setzt an den Zielebenen der Wissensvermittlung, Einstellungs- und Verhaltensänderung an. Die Website wendet sich an drogenaffine junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die bereits Erfahrungen mit dem Konsum illegaler und legaler Drogen haben. In 2006 lagen mit durchschnittlich 1.794 Visits und über 22.900 Page-Impressions pro Tag die Zugriffe auf www.drugcom.de im Vergleich zum Vorjahr weiterhin auf hohem Niveau.

Mit dem Beratungs- und Ausstiegsprogramm „quit the shit“ richtet sich drugcom.de an Cannabiskonsumierende, die ihren Konsum einschränken oder einstellen wollen. Ziel des Programms ist es innerhalb eines Zeitfensters von 50 Tagen den individuellen Konsums von Cannabis signifikant zu reduzieren oder zu beenden. Zentrales Element von „quit the shit“ ist ein internetgestütztes Tagebuch, in dem die Konsumenten und Konsumentinnen über einen Zeitraum von 50 Tagen ihr Konsumverhalten und ihre Fortschritte protokollieren können. Während dieses Prozesses werden sie wöchentlich durch ausführliche individuelle Kommentare des drugcom-Teams unterstützt.

Seit dem Programmstart von „quit the shit“ im August 2004 wurden bis Ende 2006 919 Personen in das Programm aufgenommen. Die Evaluation zeigt, dass das Programm signifikante Konsumreduktion bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erzielt. Sowohl die Konsummenge als auch die Häufigkeit des Konsums waren zu den Erhebungszeitpunkten nach Abschluss des Programms zum Teil erheblich reduziert.

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Familienorientierte Suchtprävention (FOS)

Martina Rapp und Stefanie Hecht

 

Das Projekt FOS (Familienorientierte Suchtprävention) hat die Unterstützung von Kindern zum Ziel, die aus Familien stammen, in denen ein Mitglied suchtmittelabhängig ist. Durch Angebote wie der Kindergruppe „die kleinen Füchse“, einer Jugendgruppe, sozialer Beratung und Familiengesprächen werden die Suchtproblematiken in den Familien enttabuisiert und thematisiert, Ressourcen der Kinder/Jugendlichen und Familien gestärkt und im Einzelfall auch Lösungswege erarbeitet. Im Rahmen des Projektes sind drei Mitarbeiterinnen tätig. Deren Tätigkeitsfeld umfasst Einzel- und Gruppenarbeit, aufsuchende Familienarbeit, Kunsttherapie und Reittherapie mit den Kindern, erlebnispädagogische Elemente als auch gezielte Elternarbeit und Elternseminare. Das Projekt entstand aus einer Kooperation der Fachklinik Fischerhaus und dem Diakonischen Werk im Ortenaukreis, Dienststelle Achern. Es wird finanziert durch die Landesstiftung Baden-Württemberg. Zwei der Mitarbeiterinnen, Stefanie Hecht und Martina Rapp, stellen Ziele und Inhalte des Projektes dar, beschreiben die Zugangswege zu Multiplikatoren und werden über die Darstellung einer exemplarischen Familie als Fallbeispiel die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Arbeit aufzeigen und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen diskutieren.

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Martina Rapp, Psychologische Psychotherapeutin
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Stefanie Hecht, Diplom Sozialpädagoge, Diplom Sozialarbeiterin/ FH

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Familienabenteuer

Hans Joachim Gallinat

Ein Teil des Projektes der Landesstiftung: "Alkohol- und Nikotinprävention bei Kindern und Jugendlichen mit familienorientiertem Präventionsansatz".
Es wird versucht Familien aus einkommensschwachen und bildungsferne Schichten über ein erlebnispädagogisches Angebot zu erreichen. Das Mitarbeiterteam begleitet Jugendliche und deren Eltern über den Zeitraum von einem Jahr und bietet neben Aktionen wie Klettern und Kajakfahren ein inhaltliches Gruppenangebot zur Suchtprävention an. Die Vorstellung diese Projekts soll über die Schwierigkeit des Zugangs- und der Motivation der Klienten Aufschluss geben, aber auch einen Eindruck der vermittelten Lebensfreunde hinterlassen. Im Setting Familie wird Erlebnispädagogik mit Suchtprävention verknüpft.

 

Hans Joachim Gallinat

Hans Joachim Gallinat
Diplom-Sozialpädagoge/ FH


Als Beauftragter für Suchtprophylaxe im Hohenlohekreis entwickelt und führt in dieser Position Projekte zur Suchtprävention durch. Er arbeitet in der Jugendarbeit und Erwachsenbildung.

 
 
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