„AHA – alternative happy hour“
Ein überregionales Pilotprojekt zur Kultivierung des Alkoholausschanks und –konsums in der Jugendgastronomie.
Michaela Köhler-Jatzko
Die bedenkliche Entwicklung, Jugendliche mit Happy-Hour-Angeboten an Lokale zu binden, verhindert eine bewusste und selbstbestimmte Alkoholkultur. Das Beklagen dieser Entwicklung wird aber kaum Änderung bringen –das Büro VITAL hat sich daher entschlossen, verschiedene Städte in Österreich zur Kooperation im Projekt „AHA – alternative happy hours“ einzuladen. Bruck/Mur, Graz, Mödling, Steyr, Bo-zen, Wr. Neudorf und Guntramsdorf sowie Akzente Salzburg als Referenzpartner sind der Einladung gefolgt.
Bei dem auf zweieinhalb Jahre angelegten Projekt „AHA – alternative happy hour“ werden in der steirischen Projektregion Bruck an der Mur gastronomische Betrie-be, zu deren Publikum vornehmlich Jugendliche zählen, eingeladen, alternative Hap-py-Hour-Angebote zu entwickeln.
Alkoholqualität statt Quantität, Erlebnismöglichkeiten statt Langeweile oder Volltrun-kenheit. Von dem Projekt, das auch aus Bundesmitteln gefördert wird und eine wis-senschaftliche Untersuchung über das Trinkverhalten Jugendlicher miteinbezieht, erwarten wir uns interessante Ideen und öffentlichen Diskurs über ein Thema, das vielfach tabuisiert, oftmals problematisiert, aber noch selten aktiv aufgegriffen wird.
Das Projekt AHA ist eingebunden in ein regionales Gesamtprojekt im Bezirk Bruck an der Mur/ Steiermark. Unter dem Motto „Lebensgenuss an der Mur“ wurde vor zwei Jahren ein visionärer Regionalentwicklungsprozess im Bereich der Suchtprävention und Gesundheitsförderung gestartet, mit dem Ziel einen maßvollen, kultivierten und verantwortungsvollen Umgang mit legalen Genussmitteln zu erreichen. Neben AHA haben sich im Rahmen von „Lebensgenuss an der Mur“ Projekte wie z.B. „Das Brucker Modell“(Suchtprävention im schulischen Bereich), Speakers Corner, Responsible Driving und Check an Angel (Junge Autofahrer und Alkohol) sowie eine Zeit- und Hilfsbörse entwickelt.
Im Workshop soll die praktische Umsetzung eines Projektes (AHA – alternative happy hours) mit dem Ansatz der Risikokompetenz vorgestellt werden. Das Projekt ist in einen Regionalentwicklungsprozess eingebunden. Weiters werden einzelne metho-dische Übungen mit den TeilnehmerInnen (soweit möglich) umgesetzt.
