Mentorstiftung Universitätsklinikum Heidelberg Universität Bielefeld
Internationaler Fachkongress 2007
 
 

Praxis im Forum 4

„AHA – alternative happy hour“
Ein überregionales Pilotprojekt zur Kultivierung des Alkoholausschanks und –konsums in der Jugendgastronomie.

Michaela Köhler-Jatzko

Die bedenkliche Entwicklung, Jugendliche mit Happy-Hour-Angeboten an Lokale zu binden, verhindert eine bewusste und selbstbestimmte Alkoholkultur. Das Beklagen dieser Entwicklung wird aber kaum Änderung bringen –das Büro VITAL hat sich daher entschlossen, verschiedene Städte in Österreich zur Kooperation im Projekt „AHA – alternative happy hours“ einzuladen. Bruck/Mur, Graz, Mödling, Steyr, Bo-zen, Wr. Neudorf und Guntramsdorf sowie Akzente Salzburg als Referenzpartner sind der Einladung gefolgt.

Bei dem auf zweieinhalb Jahre angelegten Projekt „AHA – alternative happy hour“ werden in der steirischen Projektregion Bruck an der Mur gastronomische Betrie-be, zu deren Publikum vornehmlich Jugendliche zählen, eingeladen, alternative Hap-py-Hour-Angebote zu entwickeln.
Alkoholqualität statt Quantität, Erlebnismöglichkeiten statt Langeweile oder Volltrun-kenheit. Von dem Projekt, das auch aus Bundesmitteln gefördert wird und eine wis-senschaftliche Untersuchung über das Trinkverhalten Jugendlicher miteinbezieht, erwarten wir uns interessante Ideen und öffentlichen Diskurs über ein Thema, das vielfach tabuisiert, oftmals problematisiert, aber noch selten aktiv aufgegriffen wird.

Das Projekt AHA ist eingebunden in ein regionales Gesamtprojekt im Bezirk Bruck an der Mur/ Steiermark. Unter dem Motto „Lebensgenuss an der Mur“ wurde vor zwei Jahren ein visionärer Regionalentwicklungsprozess im Bereich der Suchtprävention und Gesundheitsförderung gestartet, mit dem Ziel einen maßvollen, kultivierten und verantwortungsvollen Umgang mit legalen Genussmitteln zu erreichen. Neben AHA haben sich im Rahmen von „Lebensgenuss an der Mur“ Projekte wie z.B. „Das Brucker Modell“(Suchtprävention im schulischen Bereich), Speakers Corner, Responsible Driving und Check an Angel (Junge Autofahrer und Alkohol) sowie eine Zeit- und Hilfsbörse entwickelt.

 

Im Workshop soll die praktische Umsetzung eines Projektes (AHA – alternative happy hours) mit dem Ansatz der Risikokompetenz vorgestellt werden. Das Projekt ist in einen Regionalentwicklungsprozess eingebunden. Weiters werden einzelne metho-dische Übungen mit den TeilnehmerInnen (soweit möglich) umgesetzt.

 

Michaela Köhler-Jatzko

Seit 2003 Geschäftsführerin von blue|monday gesundheitsmanagement, Schwerpunkt in den Bereichen betriebliche und kommunale Suchtvorbeugung und Gesund-heitsförderung.

 

Geboren 1968 in Leoben, verheiratet, Mutter von zwei Kindern.

1989: Volksschullehrerausbildung an der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau, Montessoriausbildung,

1991: Studium der Pädagogik mit Schwerpunkt Sozialpädagogik.

Seit 2001 als Lebens -und Sozialberaterin tätig.

2003 Gründung des Unternehmens blue|monday gesundheitsmanagement mit Mag. Barbara Supp (Unternehmensberaterin).
2004 Abschluss des Lehrganges am Anton-Proksch-Institut zur Beratung und Behandlung von Suchtkranken. Seit 1997 tätig im Bereich der Suchtvorbeugung sowie in der Entwicklung und Begleitung von Projekten.

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"Peers - Prävention des Rauschtrinkens in Jugendgruppen mit einem Peer Ansatz"
Walter Kern

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Das Buddy-Projekt: Möglichkeiten der Suchtprävention durch Peergroup-Education

Roman Rüdiger

Das Buddy-Projekt ist ein Schulprogramm zur Förderung sozialer Handlungskompetenz von und mit Kindern und Jugendlichen auf der Basis der Peergroup-Education. Ziel ist es, dass sie als Buddys Verantwortung für sich und andere übernehmen. Buddys handeln nach dem Motto: „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.“ Das pädagogische Konzept des Buddy- Projekts fußt auf den drei Säulen Peergroup- Education, Systemischer Ansatz und Lebensweltorientierung. Diese drei Säulen sind Merkmale jedes Praxisprojekts und entscheidend für die Wirkung auf alle Beteiligten. Das Buddy-Projekt ist offizielles Schulprogramm in bereits fünf Bundesländern. In Berlin wird es z.B. an allen Grundschulen als Modell der Suchtprophylaxe eingesetzt.

 

Roman Rüdiger

Roman R. Rüdiger (Dipl. Soz. Pädagoge, Sozialmanager) geboren 13.08.1966


Geschäftsführender Vorstand des buddY E.V.
Davor in mehreren geschäftsführenden und Sozialmanagement-Funktionen in Jugendverbänden und Wohlfahrtsverbänden tätig. Dozent an der Fachhochschule Düsseldorf.

 
 
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