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Gerald Koller
„'Just say No' genügt nicht. Der Stellenwert von Erlebnis und Reflexion bei der Entwicklung von Rausch- und Risikokompetenz“
«ECHT FETT!»
Rausch und Risiko als Provokation und Begegnungsraum für die Gesundheitsförderung
"Ich kann nicht den ganzen Tag mit Ruhepuls zu Hause abhängen – ab und zu muss ich einfach raus, mich ein bisschen erschrecken, um festzustellen, dass ich noch lebe." (Richie Schley, Frorider und Extrem-Skifahrer)
Der Begriff Risiko bezeichnet die Erfahrung von Unsicherheit und Ungewissheit, der wir uns im Lauf unserer Entwicklung zu stellen haben (oder auch gerne stellen). Je komplexer jedoch unsere Welt wird, desto schwerer fällt es der Gesellschaft, Ungewissheit zu ertragen – oder besser noch: zu gestalten.
Klassisches Risikomanagement kann hier die Angst vor Scheitern und Schaden nicht nehmen. Es bedarf also der Entwicklung einer Wagnis-Kultur, die es ermöglicht, Rauscherfahrungen und Risiken aktiv und bewusst zu gestalten. Das im Vortrag vermittelte risflecting-Konzept unterstützt Sie dabei auf diesem Weg von der Bewahrungs- zur Bewährungspädagogik, die Jugendlichen Mittel zur Selbstwahrnehmung und Risikobalance in die Hand gibt. Damit kann und soll auch die Prävention von primären Suchtentwicklungen kultiviert werden, deren Ursachen nicht psychische oder soziale Mängel, sondern Gewohnheit und Gewöhnung sind.
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